Ami Sabi Sommerprogramm

Ein ganz normaler Tag im Ami Sabi Sommerwunderland und in der Ami Sabi Werkstatt..

Amanda Krüttli, Leiterin Ami Sabi Werkstatt und Ursina Deller vom Ami Sabi Sommerwunderland berichten:

Ami Sabi Sommerwunderland

Das Ami Sabi Sommerwunderland wird in den Sommer- und in den Herbstferien dreimal pro Woche angeboten. Somit bieten wir den Kindern, zusammen mit der Werkstatt, die von Dienstag bis Samstag offen ist, während sechs Tagen Programm. Unsere Aktivitäten richten sich an Kinder zwischen vier und zwölf Jahren. Es ist also ein richtiger Alters-Spagat, den wir hier machen.
Damit unser Programm funktioniert, benötigen wir eine gewisse Gruppendynamik. Daher können wir es nur anbieten, wenn wir wissen, dass sich genügend Kinder dafür anmelden.
Neben Ami Sabi als Geschichtenerzähler sind Skilehrer/innen für die Gestaltung des Tagesablaufs und deren Umsetzung verantwortlich.

Wir möchten die Kinder in eine magische Welt entführen, wo wir mit Drachen, Zwänggen (Zwerge), der Wasserjungfrau Ritscha und anderen Gestalten in Kontakt kommen. Wir bemühen uns, mit viel Gelassenheit den Kindern so viel Freiraum und Abwechslung wie möglich zu bieten.

Am Montag findet unser Programm in Falera statt. Gleich zu Beginn singen wir gemeinsam mit Ami Sabi das Sommerwunderland-Lied. Dann begeben wir uns zu den Megalithen und besichtigen die Kirche. Da wir am Nachmittag auf den Hügel gehen, was nicht ganz ungefährlich ist, stellen wir noch vor dem Mittagessen einen Schutzstein her.
Nach dem Essen besichtigen wir dann die Überreste des alten Dorfes. Auch wollen wir zusammen mit Ami Sabi den eingesperrten Sonnenkönig befreien. Einige Kinder versetzen sich so fest in die Geschichte hinein, dass wir hin und wieder auch ein Kind an die Hand nehmen müssen, um es zu trösten. Dennoch können wir  am Ende des Tages immer alle Kinder glücklich und zufrieden bei ihren Eltern abgeben.

Das Mittwochprogramm findet in Flims statt. Mit dem Sessellift fahren wir hinauf nach Foppa. Auf der Wiese lernen wir Kräuter kennen, die wir für unser Mittagessen sammeln. Anschliessend wandern wir in Richtung Flims. Unterwegs betrachten wir Bäume, Pilze undAmeisenhügel. Manchmal sehen wir auch Zwänggen oder zumindest deren Höhlen.
Während das Mittagessen zubereitet wird, erzählt Ami Sabi eine Geschichte. Vor dem Essen hat sich jedes Kind einen Wanderstab gesucht. Dieser wird dann nach dem Essen mit viel Geduld und Hingabe verziert. Auf dem Weiterweg sehen wir im Zwänggenwald meistens noch einige Zwerge. Um halb vier übergeben wir die müden Kinder wieder den Eltern.

Der Freitag darf wohl als Highlight der Woche bezeichnet werden. Oft mit bis zu 50 Kindern begeben wir uns an den Laaxer Bach. Hier dürfen die Kinder nach Herzenslust im Bach spielen, stauen, Steinmännchen bauen oder einfach „sein“. Wir möchten den Kindern hier bewusst viel Freiraum geben. Das bedingt, dass wir am Bach auch immer genügend Personal dabei haben. Das Mittagessen besteht aus Schlangenbrot und Cervelats. Die Kinder bräteln ihr Essen selber am Feuer.
Anschliessend begeben wir uns mit selbstgebastelten Ledertäschchen auf Schatzsuche. Je nach dem finden die Kinder Kristalle, Edelsteine oder sogar Gold. Um 14.45 Uhr treffen auch die Eltern am Bach zu einem  gemeinsamen Abschluss ein. Wir singen ihnen das Ami Sabi Sommerwunderland-Lied vor und Ami Sabi erzählt noch eine letzte Abschlussgeschichte. Anschliessend baut jede Familie  ein Steinmännchen. Mit prallen Beuteln, vielen schönen Steinen und reich an Erlebnissen machen sich dann alle  wieder auf den Heimweg.

 

Ami Sabi Werkstatt

Die Ami Sabi Werkstatt findet fünf Tage pro Woche statt, von Juli bis Oktober. Sie ist in den Ami Sabi Zelten in Laax Murschetg eingerichtet. Wir behandeln mit den Kindern die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft, hinzu kommt noch ein fünftes Tagesthema: Mensch und Tier. Wir schleifen Steine, machen mit Feuersteinen und Jutenschnur Feuer, bauen Schiffe oder Holztiere und basteln Traumfänger. Den Kindern wollen wir viel Freiraum lassen, bei der Entscheidung, was sie werken, basteln oder experimentieren wollen. In der Hauptsaison sind bis zu 25 Kinder in der Werkstatt und dem entsprechend dann auch genügend Helfer. Diesen Sommer waren wir ein junges Team, hauptsächlich aus Skilehrer/innen bestehend. Einige davon gehen sonst einem Studium nach oder sind in der Bikeschule tätig und sind somit flexibel abrufbar. In der Nebensaison kommen dann weniger Kinder und somit wird auch weniger Betreuungspersonal benötigt.

Ein ganz normaler Tag in der Werkstatt beginnt mit der Begrüssung und einer Geschichte über das jeweilige Tagesthema. Die Geschichten handeln von den Figuren aus den Ami Sabi Märchen und sind somit vielen Kindern bereits bekannt, da viele auch im Winter in LAAX sind und Ami Sabi somit von der Skischule meist schon gut kennen. Das schafft oft  eine gemeinsame Basis um das Tagesthema und Programm aufzuziehen. Nach der Geschichte zeigen wir den Kindern einige Musterbeispiele von Dingen, die sie basteln können. Sie dürfen sich für etwas entscheiden und wir teilen sie anhand dessen, ihrem Alter und ob sie ganz oder halbtags in der Werkstatt sind, in Gruppen ein. Dann geht’s ab ans Werken. Viele Kinder sind sehr kreativ! Nicht selten kommt es vor, dass wir ziemlich erstaunt sind, was für tolle Sachen die Kinder gebastelt haben.

Viele Eltern und Kinder schätzen die naturnahen Materialien wie verschiedene Steine, Leder, Holz, Wolle und Federn, die wir beim Werken und Basteln verarbeiten, ganz im Sinne  unseres Patrons Ami Sabi.

Andere Kinder haben basteltechnisch nicht so viel Ausdauer und beschäftigen sich dann lieber mit Wasserspielen, Gesellschaftsspielen oder helfen beim Feuermachen und Mittagessen vorbereiten. Unsere Mittagsmenüs reichen von Salsiz und Käsebrötchen, über Schlangenbrot und Cervelat bis Tomatencouscous. Nach dem Essen machen wir gemeinsam mit den Kindern  einen leckeren Nachtisch. Beispielsweise Schokobananen oder wir spielen „Smarties verzaubern“. Später waschen wir ab, basteln fertig und räumen auf.

 

Der Hügel auf dem unsere eingezäunten Ami Sabi Zelte stehen, ist unser „Patnal“, wo es genügend Platz für die Kinder gibt sich auszutoben. Auch können sie sich am Bach beschäftigen oder mit den Ziegen vom Kinderhort spielen. Sie sollen sich der Natur und  den Figuren aus den Ami Sabi Geschichten näher fühlen, wie zum Beispiel der geheimnisvollen Wasserfrau Ritscha, dem frechen Zwängg Fritzli oder der verspielten Gämse Camutscha.

Solltet ihr euch mal in den Patnal verirren seid ihr herzlich Willkommen ins Ami Sabi Geschehnis einzutauchen. Solange der Schnee noch fern ist, sind wir da.