Flavio Battaini - LAAX Lovestory

Der Ausbruch aus Zürich

Flavio Battaini gehört seit März 2017 als COO der Weissen Arena Gruppe zur LAAX Familie. Seine Karriere startete er bei der FIFA aufgrund seiner grossen Leidenschaft zum Fussball. Doch auch die Berge in LAAX hatten es ihm angetan und so packte er seine Sachen und wagte den Neuanfang. Im Interview erzählt er von seinem Ausbruch aus Zürich.

 

Flavio, erzähl uns von deiner Vergangenheit. Was hast du in deiner Heimat in Zürich gemacht, wie bist du aufgewachsen?

Ich bin am 08. Mai 1966, es war Muttertag, in Thalwil geboren. Danach bin ich in Albisrieden, am Fusse des Uetliberges aufgewachsen. Meine grösste Passion war das Fussballspielen und so konnte ich früh als junger Spieler dem FC Blue Stars in Zürich beitreten. Nach den obligatorischen Schuljahren, hatte ich mich entschlossen, das Wirtschaftsgymnasium in der Kantonsschule Enge zu machen. Noch während der Kanti-Zeit bin ich von zu Hause ausgezogen. Darauf folgte das Jus-Studium und ein Wechsel zum FC Winterthur, wo ich als Semiprofi mein erstes Geld verdiente. Die Studienzeit war teilweise recht intensiv, ich spielte Fussball und leistete währenddessen auch hunderte Militär-Diensttage.

Bald nach dem Studium und ersten beruflichen Erfahrungen am Bezirksgericht Zürich vernahm ich über Bekannte, dass die FIFA einen Juristen suche, ich habe mich beworben und wurde eingestellt. Nach weniger als einem Jahr wurde ich Leiter des Rechtsdienstes, später dann Marketing Direktor und auch Personal Advisor to the President. Insgesamt bin ich sieben Jahre unter der Flagge der FIFA um die Welt gereist. Nach dieser Zeit habe ich unter anderem auch Erfahrungen im Unternehmensaufbau und –führung insbesondere auch mit umfassenden Hospitality-Rechten für die Fussball-WM 2006, sowie im Finanzbereich so auch zuletzt als CEO einer Privatbank gesammelt.

(Flavio Battaini, rechts im Bild) Ich bin selbst über die Ausrüstung erschrocken. Mit Holzskiern beim Pisten stampfen. Als ich es sah dachte ich nur: „Wow, so alt bist du schon Flavio“. Mit 51 Jahren fängt das Leben erst an!

Und wie bist du nun in LAAX gelandet und vor allem warum genau LAAX und nicht irgendwo anders?

Meine Leidenschaft zu LAAX habe ich mit 18 Jahren entdeckt. Von klein auf war ich mit meiner Familie immer 14 Tage in den Winterferien in der Lenzerheide. Als ich dann durchs Fussballspielen mein erstes Auto gekauft hatte, wollte ich unbedingt nach LAAX. Ich wollte etwas Neues entdecken. Mein Ehrgeiz, meine Neugier und die Lust, früh aufzustehen trieb mich morgens regelmässig als erster auf den riesigen Laax-Murschetg Parkplatz. Lustig war, dass ich gemäss dem Sportlerarbeitsvertrag mit dem FC Winterthur eigentlich nicht mal Skifahren hätte dürfen. Denn Skifahren und Fallschirmspringen waren als Risikosportart aufgelistet. Um meiner Leidenschaft am Berg zu frönen, griff ich manchmal zur Notlüge und erklärte meinem Trainer, wir hätten von der Uni eine Veranstaltung in den Bergen, sodass ich auch mal unter der Woche auf den Berg konnte oder ein Wochenende verlängerte. Dabei war ich einfach nur Skifahren und kam schlussendlich mit braun gebranntem Gesicht zurück…

Im Januar 2007 kaufte ich für meine Familie eine Ferienwohnung in Flims. Ein halbes Jahr davor hatte meine Frau Bea, eine Bündnerin, sie ist in Malans aufgewachsen, unsere beiden Kinder Lavinia und Lino im Juni 2006, übrigens während der Fussball-WM in Deutschland, zur Welt gebracht. Auch wenn meine Frau Heimweh-Bündnerin ist, so sind wir als Familie in Zürich geblieben. Die Wohnung in Flims war perfekt, nicht weit weg von Zürich und gut erreichbar von Malans, wo „Lansi“, Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter noch heute lebt. Heute wohne ich, wenn ich arbeite in Flims und die Familie in Zürich oder eben in den Ferien und an den Wochenenden sind wir in unserer Ferienwohnung.

Wie lange bist du nun schon in LAAX?
Über 30 Jahre, über 10 Jahre oder über sechs Monate. Ich fühle mich extrem wohl hier. Bereits im Jahr 2014 unterstützte ich als externe Kraft die Weisse Arena Gruppe im Zusammenhang mit den LAAX OPEN. Nun bin ich seit dem 22. März 2017 fix in LAAX bei der Weissen Arena Gruppe.

 

Wann hast du dich entschieden von Zürich nach LAAX zu ziehen und dass deine Familie vorerst in Zürich bleibt?
Die Entscheidung war von Beginn weg klar und einfach. Die Kinder besuchen die Rudolf Steiner Schule in Zürich und Bea begann nach langer Karriere in der Zahnmedizin letzten September ein Logopädie-Studium in Zürich. Mit der neuen Situation klar zu kommen, dass ich meine Frau und Kinder nur am Wochenende sehe, ist schwieriger. Wie kam ich zur Weissen Arena Gruppe: Nach einem Auftrag für die Fussballverbände der arabischen Halbinsel, den ich im Februar 2017 abschliessen konnte, war ich in den Ferien in Flims und kam so mit Reto Gurtner ins Gespräch. Nur zwei Wochen später startete ich als COO bei der Weissen Arena Gruppe im Nachbarsbüro von Reto. Ich bin sehr dankbar, dass Reto spontan und mutig ist. Für mich ist es erneut eine riesen Chance auf eine tolle berufliche Tätigkeit mit grossen Herausforderungen ohne Ende und der Möglichkeit, mit vielen tollen Menschen zusammenzuarbeiten.

 

Hattest du Angst vor dieser Veränderung?
Schön ist, dass meine Kinder mit der Destination sehr vertraut sind. Es ihr zweites Zuhause ist und sie hier wirklich jeden Stein kennen und sich immer extrem freuen, am Wochenende oder in den Ferien nach Flims zu kommen. Coruba und Ami Sabi, um nur zwei Exponenten zu nennen, gehören quasi zur Familie. Trotzdem bewegt es mich, die Familie nicht täglich zu sehen. Ich muss mich noch immer an die Situation gewöhnen, wenn dies überhaupt möglich ist.

 

Was würdest du heute anders machen wenn du auf dein Leben zurückschaust?
Ich habe mich immer wieder auf komplett neue Sachen und Umgebungen eingelassen. Auch mag ich es gerne, wenn es etwas „unbequem“ ist. Ich bin sehr kompetitiv, setze mir hohe Ziele, sei es privat oder beruflich, ich mag Herausforderungen. Ich habe gelernt zu gewinnen als auch zu verlieren. Ändern würde ich nichts.

 

Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Meine Frau hat wie erwähnt ein Logopädie Studium in Zürich angefangen, welches vier Jahre dauert und meine Kinder gehen in Zürich in die Steiner Schule. Es ist unwahrscheinlich, dass meine Familie demnächst hier hochkommt. Geschäftlich beschäftigen mich, nachdem ich mich ins Tagesgeschäft einarbeiten konnte, momentan die Wege auszuloten, wie wir uns als Unternehmen weiterentwickeln. Auch um uns auf das künftig verändernde Umfeld vorzubereiten und unsere tolle Ausgangslage gemeinsam nutzen können, um unseren Gästen ein einmaliges Erlebnis zu verschaffen. Es ist eine sehr schöne Tätigkeit für mich und ich geniesse es, Teil des LAAX-Teams zu sein. Meine berufliche Zukunft sehe ich definitiv in LAAX! HAPPY UP!