Florian Engl - Laax Lovestory

Der Job im Nooba ist für mich wie ein Sechser im Lotto!

Florian Engl ist Betriebsleiter im Restaurant Nooba. Geboren ist er in Namibia, gewohnt hat er in Südafrika, Deutschland und der Schweiz. Wie er nach LAAX gekommen ist und weshalb der Job im Nooba für ihn wie ein Sechser im Lotto ist, erzählt er im Interview.

 

Erzähl uns von deiner Vergangenheit, wie und wo bist du aufgewachsen?
Ich bin 1990 in Namibia geboren, in Swakopmund. Meine Mutter ist Südafrikanerin und mein Vater ist aus Deutschland. 1992 haben sich meine Eltern entschieden, nach Deutschland zu ziehen.
Ich bin also in Deutschland, in Niederbayern ungefähr zwei Stunden von München aufgewachsen, bis meine Mutter Heimweh bekam. Deshalb haben wir uns entschieden alle zusammen zurück nach Südafrika zu gehen. Wir lebten in Pretoria, wo ich eine deutsche Schule besucht habe, da mein Vater grossen Wert darauf legte, dass ich die deutsche Sprache nicht verlerne.
Zwischenzeitlich haben sich meine Eltern getrennt und mein Vater ist mit seiner jetzigen Frau in die Schweiz gezogen, weil er schon mal da gearbeitet hatte. Wir sind in Südafrika geblieben, bis ich in einem Alter war, in dem ich mich entscheiden musste was ich in Zukunft mache. Ich und meine Mutter entschieden uns wieder nach Deutschland zu meinen Grosseltern zu ziehen, damit ich dort die Schule beenden konnte.
Nach der Beendigung der obligatorischen Schulzeit habe ich mich entscheiden zu meinem Vater in die Schweiz zu ziehen und da das zehnte Schuljahr in Romanshorn zu absolvieren. Da war ich 14 Jahre alt.
Während des zehnten Schuljahres wurde mir klar, dass ich eine Lehre in der Gastronomie machen will. Da meine Stiefmutter ein Hotel leitet und ich ihr um ein wenig Geld zu verdienen in den Ferien immer aushalf, habe ich schnell gemerkt, dass mir die Gastronomie sehr gefällt. Deshalb habe ich in einem Restaurant in Rorschacherberg eine dreijährige Servicelehre absolviert. Während der Lehre habe ich Schweizerdeutsch gelernt, da es mir wichtig war die Gäste in Schweizerdeutsch bedienen zu können. Nach der Ausbildung hatte ich dann mehrere Jobs in St. Gallen und der Region, bis ich Heimweh nach Südafrika bekam. Deshalb entschied ich mich 2010 während der Fussball WM zurück nach Südafrika und Namibia zu reisen um meine Verwandten und Freunde zu besuchen.

 

Wie bist du von Südafrika schlussendlich in LAAX gelandet?
Ich wollte von Anfang an im Winter 2011 wieder zurück in die Schweiz und habe von Südafrika aus bereits einen Job gesucht. Ein guter Freund von mir hat eine Ferienwohnung in Laax-Murschetg, so kannte ich LAAX bereits und habe mich intensiv um eine Stelle in LAAX bemüht. Schlussendlich bin ich im Restaurant Mulania fündig geworden.
Eigentlich wollte ich nur eine Saison bleiben und danach Asien bereisen. Wie das Leben jedoch so spielt, hat es mir hier so gut gefallen, dass ich nach der ersten Wintersaison mit dem Team auch die Sommersaison im Golfrestaurant in Sagogn gemacht habe. Als mir angeboten wurde, den nächsten Winter erneut im Mulania zu arbeiten, habe ich die Stelle angenommen. Da in der Zwischensaison im November die meisten Ferien haben wusste ich, dass ich somit den ganzen November in Asien verbringen konnte.

 

Wie bist du vom Restaurant Mulania zum Nooba gekommen?
Im Winter 2014/2015 habe ich eine Weiterbildung zum Restaurationsfachleiter gemacht, was vom Restaurant Mulania und der Weissen Arena Gruppe unterstützt wurde. Nach der Ausbildung kam Christoph Schmidt (Geschäftsleitungsmitglied WAG) auf mich zu, weil sie auf der Suche nach einem neuen Betriebsleiter für das Restaurant Nooba waren. So habe ich im Sommer 2016 zum Nooba gewechselt, wurde ein Jahr als Betriebsleiter Assistent eingearbeitet und habe schlussendlich die Leitung diesen Sommer 2017 übernommen. Mein Herz schlägt nicht nur für LAAX sondern auch für den Kontinent Asien. Ich bin total fasziniert von der Kultur und dem Essen, sodass ich bereits sechs Reisen nach Asien unternahm. Somit war das Jobangebot im Nooba für mich wie ein Sechser im Lotto!
Eine weitere Leidenschaft von mir, welcher ich im Nooba nachgehen kann, ist Menschen zu helfen. Deshalb habe ich interessierten Mitarbeitenden die Möglichkeit geboten, sich intern umschulen zu lassen. Durch meine Aus- und Weiterbildungen habe ich das Know-How und die Kompetenz diese Umschulungen durchzuführen und es war sehr erfolgreich. Als Beispiel haben wir einen Mitarbeitenden der zwei Saisons in der Küche gearbeitet hat und Interesse am Service zeigte. Ich habe ihn im Sommer zur Servicekraft umgeschult. Er hat enorme Fortschritte im Deutsch gemacht und braucht Englisch jetzt nur noch als Stütze wenn er sich unsicher fühlt. Zurück in die Küche möchte er nicht mehr, weil es ihm im Service so gut gefällt.

 

Vermisst du etwas von Südafrika und Namibia?
Ich vermisse am meisten die Gemeinschaft und das Zusammensein, das im Dorf oder der Nachbarschaft gepflegt wurde. Man trifft sich sehr oft am Wochenende und grillt im Garten, hört Musik, tanzt und geniesst das Leben. Das kann man sich in der Schweiz nicht vorstellen, hier ist jeder eher für sich und man kennt seine Nachbarn zum Teil kaum. Die Natur vermisse ich auch, man kann sie nicht mit der Schweiz vergleichen. Am meisten vermisse ich das Meer sowie das warme Klima.

 

Was gefällt dir in LAAX am besten?
Am meisten gefallen mir die Berge. Man kann in die Höhe, hat seine Ruhe und kann ein unglaubliches Panorama geniessen, welches andere nur von Postkarten kennen.
LAAX bedeutet für mich auch selbständig geworden zu sein. Ich konnte hier meine Ausbildung machen und bin jetzt sogar Betriebsleiter eines Restaurants. Ich habe mir hier ein Leben aufgebaut, welches ich sehr schätze.

 

Siehst du nur Vorteile oder auch Nachteile darin, dass du so oft Kontinent gewechselt hast?
Vorteile sind definitiv, dass ich in jungen Jahren bereits vieles erleben und kennenlernen durfte, seien es die vielen verschiedenen Kulturen oder auch zu sehen was Armut bedeutet. Ich schätze dadurch mehr, was ich habe und geniesse es, wenn ich zum Beispiel reisen kann.
Nachteile sehe ich darin, dass der Familienzusammenhalt dadurch, dass meine Halbgeschwister ihre eigenen Wege gingen, als wir erneut nach Deutschland auswanderten, nicht mehr so eng ist.

 

Hast du Pläne für die Zukunft?
Mein Ziel rund ums Nooba ist es, eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, wie sie zu meinem Beginn im Restaurant Mulania herrschte. Mir ist wichtig, dass alle miteinander arbeiten und ein guter Zusammenhalt herrscht. Einen ersten Schritt habe ich bereits erreicht, in dem ich einige langjährige Mitarbeitende nach einer Auszeit überreden konnte zurückzukehren und nochmals eine Wintersaison im Nooba zu machen.

 

Kannst du dir vorstellen wieder zurück nach Südafrika oder Namibia auszuwandern?
Ich bin sehr glücklich in der Schweiz und kann mir nicht vorstellen in einem anderen Land so einen Job zu haben. Wir haben in der Schweiz sehr grosse Chancen in der Gastronomie und es geht uns sehr gut. Eventuell könnte ich mir vorstellen ein halbes Jahr in Südafrika oder Asien zu leben und ein halbes Jahr in der Schweiz. Der Schweiz ganz den Rücken zu kehren kann ich mir jedoch nicht vorstellen.

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